Ein neuer Pool, die Stellfläche

Wie das so im Leben ist, der Mensch strebt nach Höherem und so entwickelt man sich vom Kinderplanschbecken zum Stahlwandpool. Aber alles schön der Reihe nach:

Damit so ein Stahlwandpool auch ordentlich steht, musste der „Stellplatz“ einem Upgrade unterzogen werden. Also wurde nach entsprechenden Gartenplatten Ausschau gehalten und auf Ebay-Kleinanzeigen bekommt man rund 30m2 Waschbetonplatten geschenkt. Also nichts wie hin und an einem Samstag 3.5 Tonnen Waschbetonplatten organisiert.

Waschbetonplatten: 30m2 in den Formaten 40×40 und 60×40, Gewicht rund 3.5 Tonnen

Ebenso musste für den Untergrund zur Plattenverlegung das entsprechende Material besorgt werden. 1 m3 Kies und 1 m3 Split sollten reichen, fein säuberlich am anderen Ende des Grundstückes vor der Haustür abgeladen.

1 m3 Kies und 1m3 Split als Untergrundmaterial für die Platten.

Im Vorfeld wurde natürlich der alte „Stellplatz“ – gut zu sehen an dem alten runden Kiesbett – erweitert. Um den alten Bereich wurde rund 10cm abgegraben und dieses Bett mit Flies ausgelegt.

Die alte Stellfläche, vorbereitet für den Kies.
Das Flies mit Steinen beschwert, so dass der nächste Arbeitsschritt folgen kann.

Der Kubikmeter Kies wurde vom einen Ende des Grundstückes, Schubkarre für Schubkarre in das vorbereitete Bett am anderen Ende des Grundstücks eingebracht.

Der eingebrachte Kies lässt die neue Gesamtfläche erahnen.

Damit die ganze Fläche auch wirklich im Lot ist, wurde mit einer Schlauchwasserwaage ein entsprechender Meterriss rund um die Fläche gezogen.

Gut zu erkennen der blaue Meterriss.

Zischenzeitlich war der Moment gekommen, wo auch für die Zukunft die Elektrifizierung des Poolbereichs vorbereitet werden musste.

Leerrohr für die Stromzufuhr.

Ebenso wurde der anschliessende Bereich an die neue Stellfläche umgearbeitet, da ja sowieso das Leerrohr für den Strom in diesem Bereich verlegt werden musste.

Anschlussbereich an die Stellfläche, links das Endstück des Leerrohrs für den Strom.

Nun musste das Kiesbett verdichtet werden, was mit einer sog. Rüttelplatte in kürzester Zeit vollbracht war. Rüttelplatten und dergleichen können übrigens kostengünstig im nahegelegenen Baushaus ausgeliehen werden.

Die Rüttelplatte
Die fertig gerüttelte Fläche besteht aus einem 10cm starken Kiesbett.

Anhand des Meterisses wurden entsprechend Richtstangen auf dem Kiesbett verlegt, so dass das Einbringen des Splits absolut waagerecht erfolgen konnte.

Richtlatten und die ersten Qudaratmeter Split.

Ebenso musste nun der Split Schubkarre für Schubkarre eingebracht werden.

Fortschritt des Eingebrachten Splits.

Jeweils wurde der eingebrachte Split über die Richtlatten abgezogen.

Das fertige Splitbett, bereit zum Verlegen der Waschbetonplatten.

Nun kam der grosse Moment, wo endlich die zuvor organisierten Waschbetonplatten verlegt werden konnten. In einem ersten Schritt wurde eine erste Reihe ausgelegt, welche als Referenz für allen anderen Platten diente.

Die ersten vier Platten sind verlegt.

Anschliessend an die erste Reihe der Platten wurden die weiteren Platten im Läuferverband verlegt.

12 Platten liegen.

Die Richtlatten wurden jeweils kurz vor der darauf folgenden Plattenreihe entfernt und die Splitrinne mit weiterem Split verfüllt.

Bereits 5 Reihen an Platten im Masse 60×40 sind verlegt.

Gut zu sehen an Lichteinfall waren dann spät Abends alle Waschbetonplatten verlegt und der wohlverdiente Feierabend stand vor der Tür.

Die Fläche ist komplett verlegt.

Jeweils an den Rändern mussten nun die entsprechenden Platten zugeschnitten werden.

Gut zu erkennen, dass die Randanschlüsse noch eingepasst werden müssen.

Dies geschah mit einer ebenfalls ausgeliehenen Steintrennsäge: Waschbetonplatten schneiden sich mit einer solchen Maschine wie Butter.

Wassergekühlte Steintrennsäge.

Stein für Stein wurde ausgemessen und zugeschnitten und an den Rändern verlegt. In einem ersten Schritt die rechtwinkligen und geraden Stücke.

Randabschlüsse im rechtwinkligen Bereich sind verlegt.

In einem zweiten Schritt wurden dann die komplizierten und schrägen Stücke zugeschnitten und verlegt.

Für die Rundung wurden praktisch alle angebrochenen Waschbetonplatten verwendet, so dass praktisch kein Verschnitt anfiel.
Die ganze Fläche ist fertig verlegt.

Nach dem Verlegen aller Waschbetonplatten wurde die ganze Fläche noch gekärchert, so dass die Platten – bis auf die Flechten – beinahe wieder wie neu aussahen.

Gelüftet und …
… gereinigt.
Sand für das Verfugen des Plattenbodens.

Zum Schluss wurden die Fugen noch mit Sand verfüllt, so dass der Plattenboden in sich stabil und rutschfest zum liegen kam.

Fugensand.

Ganz zum Schluss wurde der ganze Plattenboden noch gewässert, so dass der Schwemmsand auch wirklich tief in jede Fuge eindringen konnte. Beachtlich wie viel Sand man in ein paar Fugen verarbeiten kann.

Die Stellfläche nach dem Verfugen.

Damit die letzten kleinen Unebenheiten und Kantenstösse später nicht auf den Poolboden drücken, wurde der alte Rasenteppich auf einem 0.5 cm starken Sanduntergrund verlegt.

Rasenteppich als Dämmung zum Plattenuntergrund.

Etwas Statistik

Für die Statistiker unter uns, noch etwas Rechnerei zum Abschluss:

  • Rund 160 Waschbetonplatten umsonst, insgesamt 3.5t: 1 Tag Arbeit à 2 Mann = 16h Arbeit
  • 1 m3 Kies, 1 m3 Split, geliefert: 145 €
  • Alte Fläche für die Platten vorbereiten: 1 Tag Arbeit à 1 Mann = 8h Arbeit
  • 1 m3 Kies einbringen und rütteln: 1 Tag Arbeit à 1 Mann = 8h Arbeit
  • 1 m3 Split einbringen und abrichten: 1 Tag Arbeit à 1 Mann = 8h Arbeit
  • Rund 100 Waschbetonplatten verlegen: 1 .5 Tage Arbeit à 1 Mann = 12h Arbeit
  • Randstücke zuschneiden und verlegen: 1 Tag Arbeit à 1 Mann = 8h Arbeit
  • Verfugen (Kosten für Sand 30 €) und Rasenteppich verlegen:  0.5 Tag Arbeit à 1 Mann + Unterstützung der Kinder = 8h Arbeit

TOTAL: 60 Stunden Arbeit und Materialkosten inkl. Miete der Geräte: 265 €

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